|
Geschrieben von: BA Friedrichshain / Kreuzberg / saba
|
|
Freitag, den 30. Juli 2010 um 10:40 Uhr |
|
Friedrichshain / Kreuzberg. Drei Monate im Jahr (Anfang Mai bis Ende Juli) sind Mauersegler in Berlin zu Gast. Mauersegler sind als europäische Vogelart besonders geschützt und bei Sanierungsarbeiten besonders gefährdet. Sie brüten an Gebäuden in Mauerlöchern, Jalousiekästen, Stuckelementen und unter Dachrinnen .So fanden sie gemeinsam mit Haussperlingen viele geeignete Nistplätze in der Fassade des Martin Gropius Baus. Für restauratorische Instandsetzungsarbeiten wurde dort Mitte Juni begonnen, die Ostfassade einzurüsten....
Durch eine E-Mail eines aufmerksamen Bürgers wurde die untere Naturschutzbehörde des Stadtbezirkes Friedrichshain- Kreuzberg davon informiert, dass in mind. 3 Hohlräumen der Fassade Mauersegler ihre Jungen aufziehen. Damit diese Segler ungehindert starten und ihre Jungen über einen Zeitraum von 6 Wochen füttern können, dürfen sich etwa 5m unterhalb der Nester keine Hindernisse wie z.B Gerüstteile befinden. Eine Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde stoppte sofort die Gerüstarbeiten und besprach mit Herrn Kunigk dem Projektmanager von der SMV Ingenieurgesellschaft die notwendigen Schutzmaßnahmen, der Ornithologe Herr Rainer Altenkamp wurde mit der Bestandaufnahme und der Baubegleitung beauftragt. Durch eine sehr konstruktive Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten konnten, bei laufendem Baugeschehen durch Aussparungen im Baugerüst , die Niststätten weiter angeflogen und die Jungen erfolgreich aufgezogen werden.
|